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Feedback
Feedback

Feedback einholen war für mich der erste grosse Meilenstein. Meine Lehrpersonen haben das sehr zurückhaltend gemacht – ich wusste eigentlich gar nicht, dass man das tun kann, dass es Techniken gibt, dass das wichtig ist. Die Effizienz meines Unterrichts habe ich wie folgt erfasst:

Nun gibt es (ziemlich exakt) 1000 Studien, die zeigen, dass Feedback hoch wirksam ist für Lernen (d=0,65, bei John Hattie), und einiges an Diskussion, was denn Feedback genau ist. Am wirksamsten ist wahrscheinlich das Einholen von Feedback, was mit einigen Techniken sehr einfach gemacht werden kann. Zum Beispiel mit Pappbechern oder Karteikarten. Dazu hier mein Video — eines meiner ersten, deshalb ist es etwas schnell gesprochen, es war eher gedacht als superschnelles Wieder-Auffrischen von Inhalten, welche Studierende bereits bearbeitet hatten.

Dylan Wiliam fokussiert auf Prozessqualität, also: Kommen alle (wirklich alle) Lernenden gut voran? Das ist extrem hilfreich, wenn Lernende beispielsweise am Lösen von Aufgaben sind oder am PC etwas bearbeiten. Dann siehst du ja nicht ohne Weiteres, wie gut es funktioniert. Herausfordernde Aufgaben sind nicht einfach und geradlinig zu lösen, und du siehst es den Lernenden eben nicht an, ob sie gerade vorübergehend oder dauerhaft blockiert sind. Und Prozessqualität kannst du in Sekunden überprüfen für alle Lernenden, auch für vergangene Prozesse (also: Wissen die Lernenden noch, was wir letzte Stunde besprochen haben).

Wenn du den Lernstand prüfen willst, dann braucht das etwas mehr Aufwand, die entsprechenden Möglichkeiten zeige ich hier:

Als Zwischenlösung, die etwas weniger von deinen Ressourcen verbraucht, dafür etwas Unterrichtszeit verschlingt, eignet sich auch ein Quiz. Ausserdem macht ein Quiz potenziell sehr viel Spass und Apps wie Kahoot sorgen dafür, dass das Mitspielen so motivierend wie möglich ist und Frustration vermieden wird.

Ein ganz grosser Vorteil von Feedback ist, dass du unmittelbar weisst, ob es funktioniert. Entweder du bekommst hilfreiche Informationen und Impulse, dann ist das Feedback gut. Oder du bekommst nichts zurück, dann ist es schlecht und du solltest vielleicht eine andere Technik anwenden.

Der zweite grosse Vorteil ist, dass es eigentlich immer funktioniert.

Literatur:

Beywl, W., Pirani, K., Wyss, M., Mittag, M., & Hattie, J. (2023). Lernen sichtbar machen. Das Praxisbuch. Erfolgreich unterrichten mit dem Luuise-Verfahren.

Hattie, J., Beywl, W., & Zierer, K. (2013). Lernen sichtbar machen. Schneider-Verl. Hohengehren.

Wiliam, D. (2011). Embedded formative assessment. Solution tree press.






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